The Day After (Der Tag danach)

Der amerikanische Fernsehfilm The Day After aus dem Jahr 1983, zeigt die möglichen Auswirkungen eines Atomkrieges mitten in den USA. Die Erzählung spielt in Kansas City in Missouri, eine eher idyllische Gegend, wo die Menschen noch Werte haben. Im Verlauf eines kalten Krieges der Supermächte USA und der Sowjetunion werden Atomwaffen abgefeuert. Die Stadt Kansas City wird vernichtet und damit ihre Menschen. Die, die sich in Bunkern oder Keller retten konnten haben zunächst überlebt. Der Film zeigt den Zeitraum von zwei Wochen nach dem Einschlag. Eine Zeit, in der sich die Menschen verändern, weil sie um das nackte Überleben kämpfen. Dort wo vorher religiöse Werte galten, geht es nur noch um die nächste Mahlzeit. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Hauptfigur Dr. Russel Oakes (Jason Robards), die bei dem Angriff nicht anwesend ist, aber Frau und Kinder verliert. Er versucht in einem Krankenhaus die Überlebenden zu versorgen und steht am Ende des Films, stark gealtert, vor den Trümmern seines Hauses.

Endzeitfilme.com-Bewertung:

 

Meinung und Rezension zum Endzeitfilm The Day After

The Day After hat zu seiner Zeit von zwölf Nominierungen zwei Emmys eingeholt, dazu die Goldene Leinwand. Er hat als Fernsehfilm in den USA eine Einschaltquote von 100 Millionen Zuschauern erreicht. Damit ist er bis heute der erfolgreichste Fernsehfilm aller Zeiten. In Deutschland reichte es für den Katastrophenfilm sogar bis in die Kinos. Zu keiner Zeit zuvor wurde in einem Film so beeindruckend und brutal aufgezeigt, was ein atomarer Krieg für Folgen mit sich bringt. Der Film teilt sich wie ein typisches Drama in drei Teile auf. Im ersten Teil des Films wird dabei die politische Vorgeschichte und Entwicklung dargestellt. Im zweiten Teil, dem Hauptteil, kommt es zu dem atomaren Angriff und der Auswirkung auf Mensch und Land. Im dritten Teil wird der Zustand zwei Wochen nach dem Anschlag gezeigt und damit die zeitlich begrenzten Auswirkungen. Der Film entstand mitten im Kalten Krieg und spielte damals mit den Ängsten der Menschen. Denn mit den Bildern bekam das Schrecken ein Gesicht. The Day After ist ein Film, den jeder auch heute noch unbedingt einmal sehen sollte. An Intensität hat dieser nämlich bis heute nichts verloren.

Mehr Infos zum Film The Day After (Der Tag danach)

Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: 127 Minuten (TV-Fassung ~120 Minuten)
Erscheinungsjahr: 1983
Drehbuch: Edward Hume
Kamera: Gayne Rescher
Regisseur: Nicholas Meyer
Originalsprache: Englisch / Amerikanisch
Film-Budget: Unbekannt
Schauspieler: Jason Robardsm, JoBeth Williams, Steve Guttenberg, John Cullum, John Lithgow
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2 Antworten auf The Day After (Der Tag danach)

  1. walter sagt:

    Halb positivistisches Ende, Menschen leben noch und hausen in ihrem eigen Dreck.
    Geht so, eigentlich ist klar, dass die Menschheit in der Strahlung verfaulen wird.
    Ab 12 find ich schon heftig für soviel Realismus.
    Ansonsten gute Atmosphäre.

  2. Chris sagt:

    In einer Doku habe ich gesehen, dass sich der damalige US Präsident Ronald Reagan den Film im Kino des Weisen Hauses hat vorführen lassen. In seinen Memoiren beschreibt er, wie sehr ihn dieser Film schockiert hätte – geradezu depressiv sei er geworden.
    Wohl auch auf Grund dieses Erlebnissen überdachte Reagan die, bis dahin unwidersprochene, Militärstrategie der atomaren Abschreckung. Einige Zeit später traten die USA und die UdSSR in Verhandlungen zum Rüstungsabbau ein…. der Rest ist Geschichte.

    Und da sage noch einer, dass Kunst und Kultur keinen Einfluss auf das reale Leben hätten.

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