Oblivion

Oblivion spielt in einer nahen Zukunft, in der unser Planet nach einem verheerenden Krieg mit Außerirdischen völlig verwüstet ist. Der verbliebene Rest der Menschheit lebt abgeschottet in Bauten über den Wolken, um vor einer brutalen Alienrasse, Scavs genannt, in Sicherheit zu sein. Lediglich der Mechaniker Jack Harper (Tom Cruise) ist als Teil einer Art Spezialeinheit auf der Erde stationiert, um dort beschädigte Drohnen zu reparieren und Ressourcen zu sichern, die der Menschheit den Neuanfang ermöglichen sollen. Als seine Mission kurz vor dem Ende steht, entdeckt Jack Harper jedoch ein abgestürztes Raumschiff, in dem sich eine Überlebende (Olga Kurylenko) findet, die Jack auf eine ungeahnte Fährte bringt, die sein gesamtes Weltbild infrage stellen wird.

Endzeitfilme.com-Bewertung:

Meinung und Rezension zu ‘Oblivion’

Der Name Joseph Kosinski dürfte nur wahren Film-Enthusiasten etwas sagen. Der amerikanische Regisseur führte 2010 bereits bei dem Design-Spektakel Tron: Legacy Regie und zeichnet nun auch für die Produktion des Blockbusters Oblivion verantwortlich. In dem Science-Fiction-Epos wird das Bild einer düsteren Welt gezeichnet, die von Aliens heimgesucht und in einem Jahre andauernden Krieg fast vollständig zerstört wurde. Der klinisch-sterile Look steht dem gleichnamigen Graphic Novel, welches als Vorlage diente, dabei in nichts nach. Akzente werden lediglich durch die Drohnen und die leuchtenden Farben der Aliens gesetzt, die stimmig in die postapokalyptische Welt eingebaut wurden. Auch die Action ist pointiert und stets Teil der Atmosphäre, welche bedrückender und hoffnungsloser nicht sein könnte. Das minimalistische Schauspiel von Tom Cruise fügt sich so, ob beabsichtigt oder nicht, perfekt in das Szenario ein und ist Teil des stimmigen Gesamtbilds. Auch Morgan Freeman, Andrea Riseborough und Olga Kurylenko überzeugen in ihren Rollen als Wegbegleiter Jack Harpers. Musikalisch setzt Oblivion größtenteils auf epische Synthie-Sounds der Gruppe M83 und orchestrale Klänge im Stile von Tron: Legacy.

Die letzten richtig großen Science-Fiction-Streifen sind schon einige Jahre her. Zuletzt waren es 2009 die Filme Disctrict 9 und Avatar, welche eine mögliche Zukunft der Menschheit darstellten. Oblivion tut dies nun auf eine deutlich radikalere Art. Die Landschaftsaufnahmen sind atmosphärisch und düster, die Musik ist futuristisch und von Orchester- und Synthie-Klängen bestimmt, welche durch den kompletten Film leiten. Schauspielerisch fallen vor allem Morgan Freeman und Andrea Riseborough positiv auf, aber auch Tom Cruise selbst überträgt die Stimmung und haucht dem Charakter Jack Harper Leben ein. Oblivion ist nicht das seichte Popcorn-Kino, welches nach den Trailern zu erwarten war. Viel mehr zeichnet sich der Film durch die Metaphorik, die Bildsprache und die sich langsam aufbauende Atmosphäre aus, auf die man sich einlassen muss, um Oblivion in seiner vollen, endzeitlichen Pracht zu erleben.

Mehr Infos zu ‘Oblivion’

Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: 125 Minuten
Erscheinungsjahr: 2011
Drehbuch: Joseph Kosinski, Karl Gajdusek, Michael Arndt
Kamera: Claudio Miranda
Regisseur: Joseph Kosinski
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Oblivion
Film-Budget: etwa 120 Mio. USD.
Schauspieler: Tom Cruise (als Jack Harper), Morgan Freeman (als Malcolm Beech), Olga Kurylenko (als Julia)
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Eine Antwort auf Oblivion

  1. FunGames82 sagt:

    Hab ihn mir nicht nur einmal angesehn ^^

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