Die Herrschaft der Schatten

Der Film “Die Herrschaft der Schatten” aus dem Jahr 2010 beginnt mit einem Szenario im Kino eines Einkaufszentrums. Nachdem der Filmvorführer Paul (John Leguizamo) nach einem plötzlichen Stromausfall herausfindet, dass alle Menschen auf geheimnisvolle Weise verschwunden sind und nur noch ihre Kleidung und Habseligkeiten an Ort und Stelle verblieben sind, bricht bei ihm Panik aus. Schnell wird klar, dass die Dunkelheit gefährlich ist. Die Schatten in ihr scheinen zu leben und drohen die wenigen Menschen zu verschlingen, die den Stromausfall überlebt haben.

Auch der Reporter Luke Ryder (Hayden Christensen) wird von diesem postapokalyptischem Ereignis überrascht und irrt durch die verlassenen Straßen der Stadt auf der Suche nach anderen Menschen. Im “Sunnys”, einer kleinen Bar, die dank einem Stromaggregates in der Dunkelheit hell erleuchtet bleibt, wird er fündig. Hier wartet der 11 jährige James Leary (Jacob Latimore) auf seine Mutter. Die Krankenschwester Rosemary (Thandie Newton) kompetiert schließlich die Runde der Menschen, die verzweifelt versuchen, in der Dunkelheit zu überleben. So nach und nach erlöschen alle Taschenlampen und auch das Stromaggregat im Keller versagt so immer öfter seinen Dienst. Eines ist sicher: Hier können sie nicht bleiben. Aber draußen rückt die Dunkelheit und die Schatten in ihr immer näher…

Endzeitfilme.com-Bewertung:

Meinung und Rezension zu ‘Die Herrschaft der Schatten’

Ein guter Film, der das Zeug zum Blockbuster hat, braucht eine fesselnde Geschichte mit einer schlüssigen Handlung und dazu noch einer guten Konversation. Außerdem sollte er bis zum Schluss den Zuschauer faszinieren. Er braucht einen Helden und einen weiblichen Gegenpart, die sich bestenfalls am Anfang nicht ausstehen können und später im Angesicht der Gefahr zueinander finden. Wenn es dann auch noch etwas Mysteriöses gibt, was zum Nachdenken anregt und erst ganz am Ende aufgelöst wird, dann wird dieser Film garantiert zu einem Kassenschlager.

Leider fehlen diese Eigenschaften in Die Herrschaft der Schatten zum größten Teil. Die Idee hinter dieser Geschichte ist eigentlich wirklich interessant, wurde aber nicht gut durchdacht. Es erscheint alles irgendwie halbherzig produziert und gespielt. Viele Handlungen erscheinen völlig unlogisch und sind nicht nachzuvollziehen, werden aber auch nicht im Nachhinein erklärt. Zum Beispiel fragt man sich, welche Mutter ihr Kind nach solch einer Katastrophe, bei der fast die gesamte Menschheit spurlos verschwindet, allein in einer Bar zurück lässt, um nachzuschauen, ob ein paar Straßen weiter noch andere Menschen in der Kirche überlebt haben? Auch die Dialoge sind eher sinnlos: „Ich bin hier, weil ich es so will.“ Oder „Wenn Sie diese Fernsehnachricht empfangen, ist ihr Stromnetz noch intakt.“ Gut, dass der Sprecher das erwähnt, wäre sonst wahrscheinlich niemandem aufgefallen. Alles in Allem besticht der Film „Die Herrschaft der Schatten“ nicht gerade durch seine Brillanz. Es wird weder am Schluss erklärt, wie es zu solch einer Katastrophe kommen konnte, noch wird das Rätsel um das mysteriöse Wort aufgelöst, das mehrmals im Film auftaucht und bei dem uns weisgemacht werden soll, dass es im Zusammenhang mit dem Unheil steht.

Wer bis jetzt Angst vor der Dunkelheit hatte, kann nach diesem Film nur noch über sie schmunzeln. Ein mittelmäßiger Film, den man sich ansehen, es aber getrost auch sein lassen kann.

Mehr Infos zu ‘Die Herrschaft der Schatten’

Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: 87 Minuten
Erscheinungsjahr: 2010
Drehbuch: Anthony Jaswinski
Kamera: Uta Briesewitz
Regisseur: Brad Anderson
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Vanishing on 7th Street
Film-Budget: unter 10 Mio. USD.
Schauspieler: Hayden Christensen (als Luke Ryder), (Thandie Newton als Rosemary), John Leguizamo (als Paul)
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